Die Kunst der Übertreibung – Bernhards „Meine Preise“

By Petra Dieners

Bis zu seinem Tode war Thomas Bernhard das „enfant terrible“ des österreichischen Literaturbetriebs. Heute zählt er zu Recht zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren. Sein postum erschienenes und in jeder Hinsicht gelungene Buch „Meine Preise“ schildert die Geschichte seiner Literaturpreise und Preisgelder und bietet einen zugleich bösartigen und ironischen Blick auf den Literaturbetrieb. Das mit 140 Seiten nicht besonders umfangreiche Werk ist ein echter „Bernhard“ mit großer Sprachkraft, maßlosen Übertreibungen, Schilderungen grotesker Begebenheiten und treffender Kritik des Kulturbetriebs, was die Lektüre zu einem echten Vergnügen macht. Ein idealer Begleiter für die Ferien und eine wunderbare Einstiegsdroge in die Welt Thomas Bernhards.

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