Kathrin Schmack bewältigt zwei Jobs mit Bravur & warum Rudern der ideale Sport für Frauen ist

By Petra Dieners

„Ich sitze hier und mache zwei Jobs!“ Kathrin Schmack habe ich bei der Gala „Düsseldorfer des Jahres“ kennengelernt, wo sie für den Bereich Sport ausgezeichnet wurde. Sie hat mich beeindruckt. Sie ist erfolgreiche Innenarchitektin und unterstützt „ganz nebenher“ den Ruderclub Germania aus tiefster Überzeugung und Nächstenliebe in vielen Angelegenheiten.

„Beim Ballett habe ich immer blau gemacht. Meine Leidenschaft war das Rudern!“ Kathrin Schmack beginnt mit 10 Jahren mit dem Leistungssport im Rudern. Während des Innenarchitekturstudiums in Düsseldorf findet sie einen Verein in Essen und startet mit dem Spitzensport. „Hier hat man an mich geglaubt und mich sehr unterstützt.“

„Meine Eltern waren nicht sehr begeistert, dass ich mich nicht ausschließlich auf das Studium konzentriert habe. Daher habe ich mich mit Modeljobs „über Wasser“ gehalten. Ich habe auf der CPD z.b. auch für den gerade verstorbenen Otto Kern gemodelt. So konnte ich innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld verdienen und hatte Sicherheit für die Monate, in denen ich mich voll auf das Rudern konzentriert habe. Jeden Tag habe ich teilweise zwei Mal täglich insgesamt vier Stunden trainiert. Für Frauen ist das ein super Sport, weil man bis zum großen Zeh durchtrainiert ist. Schmales Becken, tolle Beine, schöne definierte Muskelstruktur.“

„Beim Rudern lernst Du dich durchzusetzen. Man kann von innen heraus eine unglaubliche Stärke aufbauen, man weiß, was in einem Steckt und das nimmt Dir im täglichen Leben keiner mehr. Du hast eine Basis. Du kannst kämpfen und Durststrecken überstehen. Nach dem Motto: Yes, I can. Abhängigkeiten können Dich nicht kaputtmachen. Man lernt seine körperlichen Grenzen kennen und weiß so, was wirklich wichtig ist im Leben. Glück ist so individuell. Im Sport lernt man, sich nicht in ein bestimmtes Bild, das von einem erwartet wird, hineinpressen zu lassen, sondern seinen eigenen Weg zu finden.“

Mich interessiert, wie Männer auf so eine durchtrainierte, erfolgreiche Sportlerin reagieren und Kathrin erzählt: „Man sieht das ja immer nur durch die eigene Brille. Man wird als eine Starke und oft unnahbar gesehen. Obwohl das in meinem Fall gar nicht stimmt. Manche finden das auch sehr bewundernswert. Es kommt auch schnell ein Wettbewerbsverhältnis auf.“

Kathrin hat viele Jahre in der Nationalmannschaft gerudert und holt 1988 die Bronze Medaille auf der Weltmeisterschaft in Mailand. Mailand zählt heute noch zu Kathrins Lieblingsstädten.

Eigentlich war es das Ziel, der 1,80 großen Sportlerin 1992 bei der Olympiade anzutreten. Doch mit der Wende und dem Diplom in der Tasche entscheidet sich Kathrin gegen die Sportkarriere, arbeitet bei Peter Kulka in Köln und bekommt ihr erstes tolles Projekt: Der Plenarsaal des Sächsischen Landtags in Dresden.

1995 macht sich Kathrin, die eigentlich nie nach Düsseldorf ziehen wollte, weil es ihr zu schick war, mit einem eigenen Architekturbüro in der NRW Landeshauptstadt selbständig. „Ein Projekt war ein Kontaktlinsensenstudio. Dafür habe ich die Annererkennung beim Deutschen Innenarchitekturpreis, die höchste Auszeichnung in dem Bereich, bekommen. Das war natürlich ein toller Einstieg in die Selbständigkeit.“

„Aber ich hatte auch große Durststrecken. Die Trennung von meinem Mann, mit Mitte 30 alleinerziehend. Das war eine sehr harte Zeit.“

Kathrin beginnt Feng Shui zu studieren. „Das Thema Innenarchitektur war mir ein zu oberflächliches Desisgnthema. Ich wollte mehr Tiefe hineinbringen und habe gemerkt, der Raum gibt noch mehr her als nur gutes Design. Der Raum ist letztendlich für Menschen da. Das ist heute die Basis meines Erfolges, der USP meines Büros. Ich habe mich am eigenen Schopf aus der Pfütze gezogen.“

Hauptthema in Kathrins Architekturbüro Genius Loci Baukultur ist das private Wohnen mit Feng Shui. Sie macht aber auch viele Restaurants wie z.b. die Tokyo Lounge oder die Huawei Betriebskantine sowie viele Arztpraxen. Hier ein Foto der Tokyo Lounge.

Aber das ist nicht alles! Kathrin macht tatsächlich zwei Jobs. Sie unterstützt den Düsseldorfer Ruderclub Germania.

„Mir gibt das total viel, junge Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen, man bekommt wahnsinnig viel zurück. Es ist eine total beglückende Aufgabe. Das macht mich innerlich reich! So anstrengend diese Arbeit auch sein mag. Für mich ist das ein echter Halbtagsjob. Ich betreue die Topathlethen bei Finanzierungen und kümmere mich um all ihre Wünsche, Sorgen und Probleme, die man auf diesem steinigen Weg lösen muss. Bei Kindern sind Schulwechsel oft ein Thema. Wir arbeiten eng mit dem Lessinggymnasium zusammen. Aber auch die Trainer müssen geleitet, werden, die Koordination mit der Stadt, die Zuschussgeber müssen koordiniert werden. Ich spreche mit den Verbänden usw.“

„Dafür werde ich nicht bezahlt. Im Gegenteil! Es ist wie eine zweite Familie. Mir hat es damals viel gegeben. Ich bin ein total glücklicher und zufriedener Mensch. Wenn ich damals nicht Leute gehabt hätte, die an mich geglaubt hätten, dann hätte ich das auch nicht schaffen können. Und so gebe ich das jetzt weiter. Es hält mich auch jung.“

Kathrin hat nicht nur eine Liebe zum Sport, sondern auch zur Mode. „Ich mag gerne Brüche, ich mags gerne sportlich. Ich liebe auch Eleganz und hochwertige Kleidung. Sportlich elegant aber niemals angepasst, bieder oder Mainstream. Ich versuche immer eine kreative Komponente in meine Outfits einzubauen.“

Ihre Lieblingsdesigner sind Max Mara, Strenesse, Armani, ein bisschen „Bling Bling“ Plein Sud und auch no name Marken. Ich mische. Im Internet kaufe ich gar nicht. Ich lass mich treiben. Meine Mutter war mein Stilvorbild. Sie trug immer Jil Sander. Jil Sander fand ich früher auch toll, aber jetzt ist es mir zu krass.“

Kathrin trägt heute eine tolle Brille von Mykita Berlin, die sie auf der Nordstraße entdeckt hat. Der Gehrock ist von Annette Görtz, der Pulli von Falke, die Jeans von Sevens for all Mankind und die Sneaker sind von Nike.

Euch einen schönen Tag!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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